Heimvernetzung via LTE-Router

Der Zugang zum Mobilfunknetz der vierten Generation, LTE, ist in immer mehr Regionen gegeben. Zwar wird der neue Mobilfunkstandard vor allem als Revolution des mobilen Internets beworben, er zeichnet sich aber auch als DSL-Ersatz in der Heimvernetzung aus. Mit einem LTE-Router haben beliebig viele Nutzer eines Haushalts zum Beispiel über ein WLAN-Netz Zugriff aufs Internet. Das ist letztlich günstiger als die Nutzung mehrerer einzelner LTE-Surfsticks.

Vor- und Nachteile von LTE-Routern

Der LTE-Router funktioniert dabei wie ein normaler Router, das heißt, er verteilt Datenpakete auf die verschiedenen angeschlossenen Endgeräte. Von Vorteil ist, dass er auch dort zum Einsatz kommen kann, wo bisher keine DSL-Anschlüsse eingerichtet werden konnten. Ein Nachteil ist, dass LTE ein „shared medium" ist und sich somit die Nutzer auch die Kapazität des Anschlusses teilen. Da zudem das Highspeed-Datenvolumen begrenzt ist, sollte man bei mehreren Nutzern das Surfverhalten etwas im Blick haben.

RouterAn den LTE-Router können mehrere Computer angeschlossen werden, genau wie an einen DSL-Router. Somit können mehrere Personen im Haushalt über das LTE-Netz ins Internet gehen.© borissos / Fotolia.com

Kosten für LTE-Router mit und ohne Branding

Wer sich für den Internetzugang via LTE-Router entscheidet, wählt damit eine Internet-Verbindung via Funk. Mit ihr kann, je nach Anbieter, noch ein Telefonanschluss bereitgestellt werden. Für LTE-Router ohne Branding, das heißt kompatible Geräte, die für verschiedene LTE-Anbieter genutzt werden können, liegt der Preis recht hoch. Es bietet sich an, den LTE-Router gleich mit dem jeweiligen Tarif mitzubuchen. Er wird dann gegen ein geringes monatliches Entgelt zur Verfügung gestellt. Die LTE-Router unterscheiden sich gegebenenfalls darin, welche Frequenzen für LTE sie unterstützen. Die Frequenzbereiche, die für LTE festgelegt sind, können zwischen Stadt und Land unterschiedlich sein.

LTE-Router unterstützt durch LTE-Antenne

Das LTE-Netz befindet sich derzeit noch im Ausbau, daher bleibt abzuwarten, bis tatsächlich ein lückenloses und zuverlässiges Netz besteht. Wer sich in relativ großer Entfernung zum nächsten Sendemast befindet und LTE trotz eines schwachen Signals nutzen möchte, kann auf eine LTE-Antenne zurückgreifen. Diese verstärkt das Signal und leitet es zum heimischen LTE-Router weiter. Das ist besonders hilfreich auf dem Land, da hier aus Gründen der Rentabilität einer einzelnen LTE-Mobilfunkzelle ein sehr viel weiterer Bereich der Netzabdeckung zugeteilt wird als in der Stadt. Daher bieten sich hier auch die reichweitenstärkeren Frequenzen an.

Ein Hersteller von LTE-Routern ist AVM mit seiner Fritz!Box. Infos zur LTE-Fritz!Box finden Sie hier.

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