Der LTE-Ausbau kommt voran

Das superschnelle Internet wird Zug um Zug ausgebaut - wenn auch beim LTE-Ausbau zunächst die ländlich geprägten Regionen berücksichtigt wurden, in denen bislang kein Highspeed zu bekommen war. Doch die Metropolen folgten schnell, denn hier lohnt sich der Ausbau besonders - gibt es doch viele potenzielle Kunden auf engem Raum.

Das Mobilfunknetz der vierten Generation, oder abgekürzt 4G, wurde zum Start zuerst in den so genannten weißen Flecken ausgebaut. Damit sind solche Regionen gemeint, in denen bislang nur schneckenlahmes Internet zu bekommen war. Der LTE-Ausbau berücksichtigte also zunächst die DSL-Diaspora, ehe dann auch größere Städte und irgendwann auch die Metropolen zum Zug kamen. Letztere sind mittlerweile gut versorgt; die größten Städte wurden von mindestens einem Anbieter für das schnelle LTE-Netz erschlossen.

Vodafone SendemastDer LTE-Ausbau ist auch in den Großstädten angekommen; Metropolen sind in der Regel mit schnellem Internet über Funk versorgt.© Vodafone

LTE für Zuhause und unterwegs

Gedacht war die Funktechnik zu großen Teilen als Ersatz bzw. zur erstmaligen Bereitstellung eines breitbandigen Anschlusses zu Hause. Natürlich ermöglicht die Funktechnik aber auch ein mobiles Arbeiten und Surfen, was sich in der Zunahme an entsprechender Hardware und Tarifangeboten niederschlägt. Die höherwertigen modernen Smartphones sind oftmals bereits LTE-fähig, ebenso wie etliche Tablet-PCs. Damit eröffnen sich auch für die mobile Nutzung neue Möglichkeiten, denn LTE bietet nicht nur mehr Speed, sondern die Tarife beinhalten entsprechend auch mehr Datenvolumen. Die Verbreitung mobiler Geräte stellt ebenfalls einen großen Anreiz für den LTE-Ausbau dar.

LTE-Ausbau bei den Netzbetreibern

Beim LTE-Ausbau spielten also anfangs politische Erwägungen eine Rolle. Auch die Bundesregierung in Berlin mischt dabei mit, denn der Ausbau des schnellen Internet ist politisch gewollt, wenn er auch vergleichsweise spät kommt. Doch durch die ehemaligen Fernsehfrequenzen, die jetzt für schnelles Internet genutzt werden können, ist man ein großes Stück vorangekommen. Ersteigert wurden die Frequenzen von den drei Netzbetreibern Telekom, Vodafone und o2. E-Plus blibb außen vor, hat sich aber andere breitbandige Frequenzen sichern können. Lange Zeit forschte E-Plus an anderen Möglichkeiten, schloss sich nun jedoch auch dem LTE-Ausbau an und installiere erste eigene Sendemasten.

Bis einmal bundesweit Geschwindigkeiten von 150 Mbit/s im Downstream wirklich Realität werden, dürfte noch einige Zeit ins Land gehen. Doch der LTE-Ausbau kommt voran und ist über die Zeit vereinzelter Pilotprojekte längst hinaus.

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