LTE Advanced: Die Zukunft des mobilen Internets

Die Welt des mobilen Internets wird nicht nur immer schneller, sondern auch immer schnelllebiger: So fasst LTE (Long Term Evolution) gerade erst richtig Fuß auf dem Markt, da diskutiert die Fachwelt schon über den Nachfolger, das sogenannte LTE Advanced. Die Fortsetzung des schnellen, mobilen Internets soll es ermöglichen, in Zukunft neben Videotelefonie, HDTV etc. auch Filme, Videos und Bilder in 3D weitgehend ungebremst zu empfangen oder zu senden. LTE Advanced verspricht dabei Datenübertragungsraten von über 3 GBit/s für den Download und 1,5 Gigabyte für den Upload. Gleichzeitig soll eine einzelne Sendeeinheit mehr Nutzer abdecken und eine höhere Effizienz aufweisen.

TabletDurch LTE Advanced wird das mobile Internet noch schneller und leistungsfähiger.© pressmaster / Fotolia.com

LTE Advanced soll Festnetz ersetzen können

Angeblich würde LTE Advanced auch den Netzausbau an sich vereinfachen, denn hier könnten die Basisstationen gleichzeitig als Relay-Stationen dienen und dadurch auch untereinander vernetzt werden. Die LTE-Advanced-Funkstationen sollen dann in der Zukunft auch selbstlernend konfiguriert werden, damit sich Überlagerungen mit benachbarten Basisstationen vermeiden lassen. Auch der Empfang der Endgeräte soll sich mit der neuen Technologie verbessern lassen. Die Entwickler versprechen darüber hinaus, dass LTE Advanced genauso zuverlässig sein soll wie die herkömmlichen Kupferleitungen, sprich: LTE Advanced könnte schon bald das gute alte Festnetz ersetzen. Zumindest in außereuropäischen Ländern, wo es auch derzeit kaum Festnetzanschlüsse gibt.

LTE Advanced kommt ins Rollen

LTE Advanced ist breites bei allen Netzbetreibern in Arbeit, man versucht sich bezüglich der Up- und Downloadraten zu übertreffen. Anfangs findet man LTE Advanced derzeit nicht auf dem Land, sondern ausschließlich in Großstädten und Ballungszentren, wo möglichst viele Kunden den Dienst nutzen können. Zwar startete die Telekom bereits 2014 ihr erstes LTE Advanced Projekt, welches in Versuchen bis zu 600 Megabit die Sekunde lieferte, mit der Geschwindigkeit in der Praxis ist es jedoch noch nicht weit her. Nur sehr vereinzelt werden auf dem Papier bis zu 300 Megabit die Sekunde im Download erreicht – und diese nimmt dann je nach aktueller Nutzerzahl und Entfernung zum Sendemast weiter ab.

Überholt wurde die Telekom Mitte 2016 von Vodafone: Hier nahm man erste Sendemasten mit einer Leistung von bis zu 375 Megabit pro Sekunde in Betrieb – um solche Geschwindigkeiten empfangen zu können, benötigt man Smartphones, die LTE Cat 9 unterstützen. Der Schweizer Betreiber Swisscom erreichte laut eigener Aussage in Probeläufen sogar schon Downloadraten von einem Gigabyte und möchte 2017 damit ans Netz gehen – es bleibt also spannend im Mobilfunksektor.

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